QUAG Studie

Die Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe (QUAG e.V. - www.quag.de) erfasst jedes Jahr seid 1997 die Qulität der Versorgung bei Geburten in der häuslichen Umgebung, im Geburtshaus und in Hebammenpraxen in Deutschland. Die Analyse basiert auf einer repräsentativen Datengrundlage von 42.154 Geburten aus den Jahren 2000-2004. Darin sind alle außerklinisch begonnenen Geburten erfasst. Die Ergebnisse decken sich mit interationalen Studien.

In regelmäßigen Qualitätsberichten veröffentlicht QUAG aktuelle Zahlen und Fakten zu diesem Thema. auch die jüngsten Testergebnisse belegen:

Die außerklinische Geburt ist bei physiologischem Schwangerschaftsverlauf und gesunder Schwangeren genauso sicher wie eine Geburt im Krankenhaus!!!

 

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Ein wesentliches Kriterium für die Wahl des Geburtsortes war für 74% der Frauen die vertraute Hebamme, gefolgt von 68% mit dem Wunsch nach Selbstbestimmung
  • Jede 3. Frau gebar ihr erstes Kind zu Hause oder in einem Geburtshaus. Das zeigt: Auch für Erstgebärende ist die außerklinische Geburt sicher
  • 31% aller Erstgebärenden waren über 35 Jahre alt
  • 90% der Erstgebärenden hatten eine Spontangeburt
  • 83,6% der Erstgebärenden und 95,6% der Mehrgebärenden benötigten während der Geburt keine Schmerzmittel oder Mittel zum Entkrampfen
  • 12,5% aller Geburten mussten in die Klinik verlegt werden. Der häufigste Grund war ein Stillstand in der Eröffnungsphase der Geburt. Nur 1,0% aller Geburten wurde eilig verlegt
  • 91,3% der Verlegungen wurden in Ruhe durchgeführt, häufig im Privatauto.
  • 8,7% wurdem im Krankenwagen transportiert
  • 52,7% der verlegten Frauen konnten in der Klinik spontan gebären. In den anderen Fällen wurde die Geburt opartiv beendet
  • 4% beträgt die Kaiserschnittrate, bezogen auf alle in dieser Studie erfassten Geburten
  • 99% aller Neugeborenen hatten nach einer Minute Apgar-Werte zwischen 8 und 10 Punkten (Zwischen 8-10 Punkten geht es dem Neugeborenen gut)
  • 0,16% betrug die perinatale Mortalität. Darin sind auch Todesfälle enthalten, in denen die Geburt eines nicht überlebensfähigen Kindes bewusst außerklinisch geplant und durchgeführt wurde (Bundesdurchschnitt für alle Geburten insgesamt 0,5%)
  • 5,8% beträgt die Dammschnittrate aller in der Studie erfassten Geburten inklusive der in die Klinik verlegten Geburten
  • 87% aller Erstgebärenden hatten keinen Dammschnitt und/oder einen Dammriss III. oder IV. Grades
  • 95,6% der Gebärenden, inklusive derer die in eine Klinik verlegt wurden, konnten ohne nachgeburtliche Probleme das Wochenbett beginnen, das heißt: ohne Plazentalösungsstörungen, ohne komplizierte Geburtsverletzungen oder verstärkte Blutungen

Weitere aktuelle Informationen zur Qualität in der außerklinikschen Geburtshilfe finden sie unter:

www.quag.de