Hausgeburt

Dort, wo man sich am wohlsten fühlt, ist der beste Ort, um loszulassen!

Die Hausgeburt bietet ein ganz intimes und individuelles Geburtserlebnis außerhalb der Krankenhausroutine. Begleitet werden Sie dabei von vertrauten Personen, die Ihre Wünsche und Bedürfnisse respektieren. Die Geburt wird nicht künstlich beschleunigt, sondern darf sich in ihrem eigenen, für Mutter und Kind passenden Rhythmus entwickeln. Ein gutes Notfallmanagment gibt dabei die nötige Sicherheit.

Wir planen und organisieren mit Ihnen gemeinsam ihre Hausgeburt. Die persönliche Begleitung stärkt die Frau und das Paar im Geburtsprozess und vermittelt ein großes Maß an Sicherheit.

Eine Hausgeburt hat viele Vorteile. In der vertrauten, privaten Atmosphäre können Frauen am besten entspannen.

Und: Alle Untersuchungen der vergangenen Jahre belegen: Hausgeburten sind sicher!!

 

www.quag.de

 

Informationen zur Hausgeburt

Die Geburt zu Hause stellt für gesunde Frauen eine gute Alternative zur Klinikgeburt dar. Da Frauen nach einer komplikationslosen Schwangerschaft auch eine komplikationslose Geburt erwarten können, ist es möglich, mit einem hohen Maß an Sicherheit im individuellen, privaten Ambiente das Kind zur Welt bringen.

Unsere Hebammenpraxis arbeitet nach einem gut durchdachten Konzept der Betreuung von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

Für alle Hebammenleistungen gibt es feste Gebührensätze, die nach dem Sozialgesetzbuch von der Krankenkasse vergütet werden. Die Pauschale für die Rufbereitschaft von fünf bis sechs Wochen Dauer wird, nach persönlicher Vereinbarung, privat in Rechnung gestellt. Fast alle Krankenkassen erstatten diese Kosten wenigstens teilweise.

 

Vorraussetzungen für eine Betreuung zu Hausgeburt durch unsere Hebammen:

- mindestens zwei persönliche Kontake in der Schwangerschaft pro diensthabener Hebamme zur Beuteilung des individuellen Schwangerschaftsverlaufs und dadurch zu ertwartenden Geburtsverlaufs, davon jeweils mindestens eine Vorsorgeuntersuchung

- individuelles Gespräch und spezielle Untersuchung in det 36. SSW zur Geburtsplanung

- erfolgtes Organscreening per Ultraschall

Zusätzlich empfehlen wir in der ersten Schwangerschaft die Teilnahme an einem Geburtsvorbereitungskurs in unserer Hebammenpraxis.

 

Kontaktaufnahme zu der Hebamme

Während der Schwangerschaft erreichen Sie die Hebammen unter der jeweiligen persönlichen Dienstnummer. Für spezielle Fragen oder  bei Schwangerschaftsbeschwerden teilen wir Ihnen mit, welche Hebamme Ihre Ansprechpartnerin ist.

Mit Beginn der Rufbereitschaft erhalten Sie eine gesonderte Telefonnummer. Unser Rufdienst regelt sich nach einem festen Dienstplan. Es ist daher nicht möglich für die Geburt eine "Wunschhebamme" zu äußern.

 

Vorsorge

Die Vorsorge durch die Hebamme in unserer Praxis richtet sich nach der Hebammenberufsordnung NRW. Wir führen alle notwendigen Untersuchungen durch, um eine mögliche Risikoschwangerschaft zu erkennen oder auszuschließen.

Die folgenden diagnostischen Untersuchungen bedürfen einer besonderen Abwägung und Aufklärung und können nicht in der Hebammenpraxis durchgeführt werden:

-Toxoplasmose

-Cytomegalie

-Parvovirus

-Varizellen

-Stoffwechseluntersuchungen

-Feindiagnostik

-Screening auf Gestationsdiabetes

-ß - Streptokokken

Falls nötig suchen Sie für diese Untersuchungen Ihren Gynäkologen/ Ihre Gynäkologin auf.

 

CTG

Eine CTG- Untersuchung während der Schwangerschaft ist laut Mutterschaftsrichtlinien nur aufgrund spezieller Indikationen empfohlen und wird auch nur unter diesen Umständen bei uns durchgeführt.

Es gibt keine Belege dafür, dass die routinemäßige elektronische Dauerüberwachung der kindlichen Herztöne einen positiven Einfluss auf die Schwangerschaft und den Ausgang der Geburt hat.

Aufgrund der von uns gewährleisteten 1:1 - Betreuung unter der Geburt ist es uns möglich zu den notwendigen Zeitpunkten die kindlichen Herztöne mittels Dopton oder Holzhörrohr zu kontrollieren.

 

Überschreitung des errechneten Termins

Grundsätzlich bedarf jede Terminüberschreitung einer individuell, auf die Situation abgestimmten Betreuung. Hierzu ist ein Kontakt mit der betreuenden Hebamme mindestens alle zwei Tage nötig. Damit die Geburt als Kassenleistung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird, ist eine Vorsorge drei Tage über dem errechneten Termin beim Gynäkologen notwendig (Gebührenverordnung Spitzenverband GKV). Sind alle Untersuchungen unauffällig, betreuen wir Hausgeburten bis maximal zwei Wochen nach dem Termin.

 

Medizinische Maßnahmen unter der Geburt

Unsere Ausbildung befähigt uns normale Geburten zu leiten und im Notfall bestimmte Medikamente zu verabreichen und eine Erstversorgung zu gewährleisten. Des Weiteren bilden wir uns regelmäßig in Themen der Reanimation und Notfallversorgung fort.

Das oberste Ziel unserer Arbeit sind eine gesunde Mutter und ein gesundes Kind. Daher kann es sein, dass wir in der fachlichen Beurteilung der Geburt zu der Entscheidung kommen, dass weitere medizinische Maßnahmen eingeleitet werden müssen. Welcher dieser Maßnahmen wir vor Ort durchführen können und wann eine Verlegung notwendig wird, besprechen wir in einem gesonderten Aufklärungstermin. Medikamente werden von uns nur für die Notfallversorgung mitgeführt. In der Regel wird nur in diesem Fall ein venöser Zugang gelegt.

Eine PDA oder andere chemisch definiert Pharmaka können wir nicht verabreichen.

Durch die 1:1 - Betreuung unter der Geburt ist es uns möglich mit etwaigen subjektiv empfundenen Schmerzzuständen zu arbeiten, diese gegebenenfalls zu verringern und zu entscheiden, wann weitere Maßnahmen notwendig werden.

 

Verlegungen

Unser Betreuungskonzept beinhaltet eingehende, körperliche Untersuchungen, wodurch wir Komplikationen vermeiden und nur sehr selten eine Verlegung in die Klinik notwendig wird. Auf einen Transport im Rettungswagen wird nur etwa in 1% der Verlegungsfälle zurück gegriffen. Die weitere Geburtsleitung übernimmt in jedem Fall das Klinikpersonal.

 

Umgang mit dem Neugeborenen

Grundsätzlich ist es uns wichtig den Kontakt zwischen Eltern und Kind nach der Geburt zu fördern. Hierzu gehören das späte Abnabeln, der erste Hautkontakt und das erste Anlegen. Den Zeitpunkt der notwendigen Untersuchungen entscheidet die Hebamme situationsbedingt.

 

Vitamin - K - Prophylaxe

Vitamin K wird als Flüssigkeit über den Mund verabreicht, um die Blutgerinnung zu unterstützen. In Deutschland gilt die allgemeine Empfehlung der Verabreichung von drei mal 2mg Vitamin K oral. Alternativ kann eine niedriger dosierte ölige Lösung Vitamin K mit einer täglichen Gabe über 12 Wochen verabreicht werden.

Uns ist es möglich die erste Gabe Vitamin K oral zuhause zur U1 zu geben.

http://www.gaed.de/informationen/merkblaetter/vitamin-k-gabe-bei-neugeborenen.html

http://www.dgkj.de/wissenschaft/stellungnahmen/meldung/meldungsdetail/vitamin_k_prophylaxe_bei_neugeborenen

 

Wochenbett

Die Betreuung im Wochenbett wird in den meisten Fällen durch eine der Hebammen des Geburtenteams der Hebammenpraxis gewährleistet. In Ausnahmefällen ist eine Betreuung durch eine externe Nachsorgehebamme notwendig.

Die Anzahl der Besuche richtet sich nach dem Bedarf von Mutter und Kind. Diese beinhalten körperliche Untersuchungen zur Beurteilung von Vitalität und Rückbildung. Die Hebamme überwacht den physiologischen Wochenbettverlauf und verweist bei Notwendigkeit an den Gynäkologen oder Kinderarzt.

 

Vertretung Wochenende

Für notwendige Wochenbettbesuche am Wochenende arbeiten wir nach einem praxisinternen Dienstplan. Hierbei handelt es sich um eine Hebamme aus dem Team der Hebammenpraxis geborgen geboren.

Im Notfall wenden Sie sich bitte immer an Ihren Gynäkologen, Kinderarzt oder die Notdienststelle.